Berichterstatter: German Helgert

Tirschenreuth/ Freiburg (rbg). Durchaus achtbar zogen sich am Wochenende mit Julia und Anna Lindner sowie Franziska Nicklas drei Schwimmeinnen des Tirschenreuther Schwimm- Clubs bei den Süddeutschen Meisterschaften aus der Affäre. Im Freiburger Westbad traf die TSC- Delegation im Team der SG Nordoberpfalz auf die Konkurrenz von Dresden bis Saarbrücken - an der Spitze Doppelweltmeisterin Hannah Stockbauer.

Nachdem bei den Kreisstädtern Iris und Felix Keis passen mussten, lag die Routine zunächst bei den beiden Lindner- Schwestern. Die 15- jährige Anna Lindner kam dabei am Samstag in der 4x200m Fristilstaffel der Schwimgemeinschaft Nordoberpfalz zum Einsatz. Startschwimmerin ASnja Regn legte zunächst 2:27,22 Minuten vor. Ihr folgte ihre Vereinskameradin vom ASV Auerbach, Michele' Schwarz. Mit 2:31,73 hielt sie das Quartett auf Kurs. Anna Lindner stand nun als Dritte im Bunde an. Mit 33,15 Sekunden startete sie auf den ersten 50 Metern recht verheißungsvol. Die anschließenden 37,0 und die daraus sich ergebenden 1:10 für die ersten 100 Meter lagen durchaus im Rahmen der Vorgaben. Und auch auf der zweiten Hälfte der Distanz erfüllte die Gymnasiastin aus Fuchsmühl mit 38,85 und 38,97 Sekunden und einer Gesamtzeit von 2:28,01 die Erwartungen der Mannschaftsleitung vollauf. Schlussschwimmerin Andrea Lehner sicherte dem Team mit 2:21,51 und einer Gesamtzeit von 9:48,47 Minuten als bester bayrischr Staffel den neunten Platz.

Am Sonntag standen dann die Einzelrennen an. Über die 50m Rücken hatte sich Julia Lindner nicht nur viel vorgenommen - ihre Einschwimmzeiten ließen an beiden Tagen auch berechtigte Hoffnungen zu. Von Beginn an setzte die 17- jährige Rückenspezialistin der Konkurenz mächtig zu und hielt auf den ersten 20 Metern sogar den drittn Platz. Etwa ab der Mitte der Distanz verloren ihre Züge aber an Vortriebswirkungen und auch den Rhythmus konnte sie nicht mehr beibehalten. Als sie nach für sie doch etwas enttäuschenden 37,38 Sekunden anschlug war ihr zunächst die ratlosigkeit über diesen unerklärlichen Einbruch ins Gesicht geschrieben. Dass Julia Lindner in ihrer Altersklasse dennoch auf dem ausgezeichneten fünften Platz landete, tröstete sie dann aber schnell wieder.

Anders die Voraussetzungen bei dr um drei jahre jüngeren Franziska Nicklas, die in Freiburg ihr Debüt auf süddeutscher Ebene gab. Und die damit verbundene Nervosität war nicht zu verkennen. Dennoch meisterte sie ihre Aufgabe mit Bravour. Unbeeindruckt von der quantitatv und qualitativ hochkarätigen Konkurrenz spulte sie ebenfalls über die 50m Rücken ihr Rennn ab. Mit einer starken Eingangszeit von 16,46 Skunden auf den erstn 25 Metern nache einem explosiven Start war sie auch auf der zweiten Hälfte des rennens bemüht, Frequenz und Zuglänge zu halten. Mit einer Gesamtzeit von 36,56 Sekunden lag sie deutlich vor ihrer Mannschaftskameradin, musste sich im aufgeglichen besetzten Jahrgang 1988 allerdings mit Platz 19 zufrieden geben.

TSC- Trainer German Helgert zog ein positives Resümee von Freiburg, wo die TSC- Aktiven bewiesen hätten, auch auf süddeutscher Ebene durchaus muthalten zu können.