Berichterstatter: German Helgert

Sie fischten Edelmetall aus olympischen Gewässern: Iris Keis (li.) und Julia Lindner holten beim Solar- challenge im Münchner Olympiabad jeweils die Bronzemedaille


Tirschenreuth (rbg). Wer träumt nicht davon, einmal eine Medaille aus olympischem Gewässer zu fischen? Für Julia Lindner und Iris Keis vom Tirschenreuther Schwimm- Club ging dieser Traum am Wochenende mit dem Gewinn je einer Bronzemedaille beim internationalen Solar- Challenge in der Münchner Olympia- Schwimmhalle in Erfüllung. Beide hatten zudem einen nicht unerheblichen Anteil am Platz 19 des Teams der Schwimmgemeinschaft Nordoberpfalz in der Mannschaftswertung unter nicht weniger als 99 teilnehmenden Vereinen!

Hochkarätig war dieser Wettkampf mit Vertretern aus sieben Ländern erneut besetzt, und nicht weniger hochkarätig zeigte sich auch das Leistungsbild der TSC- Delegation im ersten Langbahnwettkampf dieses Jahres. Bereits in der ersten Entscheidung über die 200m Rücken legte Julia Lindner bei den Juniorinnen die Spur mit dem Gewinn der Bronzemedaille in guten 2:49. Die beiden fünften Plätze über 100m Rücken (1:19) und 200m Schmettern (3:04) unterstrichen neben den starken 35,01 über 50m Schmettern, 37,25 über 50m Rücken und 32,03 über 50m Freistil ihre ausgezeichnete Frühform.

Hervorragend in Schuss ist auch wieder die 18- jährige Iris Keis, der im Juniorenvierkampf mit 1:04 über 100m Freistil, 1:20 über 100m Rücken, 1:28 über 100m Brust und tollen 1:16 über die 100m Schmettern als bester deutscher Teilnehmerin der Gewinn der Bronzemedaille gelang. Ebenso wie ihre 100m- Zeit bedeuteten auch die 32,74 über die 50m Schmettern einen neuen Vereinsrekord und mit 29,93 über die 50 und 2:21 über die 200m Freistil zeigte sie sich auch in ihrer Hauptschwimmart von ihrer besten Seite.

Rotuniert auch der Auftritt von Anna Lindner (Jg. 88), der v.a. mit 2:58 über 200m Rücken und 2:29 über die 200m Freistil die Umstellung von der 25m Trainings- auf die 50m Wettkampfbahn gelang. Die gleichaltrige Franziska Nicklas deutete mit 35,84, 1:17,61 und 2:51,50 über die 50, 100 und 200m Rücken (Platz 9) ihr Können an, während der ein Jahr jüngere Anne Habedank unmittelbar nach dem Schulskikurs anfangs noch das Wassergefühl etwas fehlte. Im verlauf der beiden Wettkampftage steigerte jedoch auch sie sich und durfte vor allem mit den 1:29 und Platz 8 über die 100m Brust zufrieden sein. Gleich vier persönliche Bestzeiten gelangen der erst 11-jährigen Katja Bloßfeldt. Vor allem die 1:37 und 3:22 über 100 (9.) und 200m Brust (6. Platz) verdienen hierbei Erwähnung.

Bei den Herren zeigte sich Felix Keis ebenso engagiert wie experimentierfreudig. Starke 26,77 und 58,11 Sekunden über die 50 und 100m Freistil unterstreichen sein Leistungsvermögen. Vor allem im Sprintbereich (32,09 über 50m Rücken und 28,96 über 50m Schmettern) findet er bereits zur bekannten Stärke; in 2:38 gelang ihm über die 200m Rücken Platz 8. Der mit 18 um zwei Jahre jüngere Sebastian Seidel ließ sich da nicht lange bitten und glänzte mit 2:33 und Platz 6 über 200m Rücken bei den Junioren sowie 2:12 (Platz )) über die 200m Freistil. Stark auch seine 2:57 über die 200m Brust und die 33,46 über die 50m Rücken.

Ingo Haberkorn schließlich rechtfertigte im Jg. 1988 seine Nominierung vor allem mit dem neutnen Platz über die 200m Rücken (2:53) sowie guten 1:19 über die 100m.