Berichterstatter: German Helgert

Tirschenreuth (rbg). Ferienzeit, Trainings- und Wettkampfpause - Gelegenheit für die Verantwortlichen des Tirschenreuther Schwimm- Clubs, Rückschau auf die abgelaufene Saison zu halten und deren Ergebnisse zu analysieren, um darauf aufbauend die neue Saison vorbereiten zu können. Das Fazit vorweg: Der TSC kann mit dem Erreichten mehr als zufrieden sein. Und: Das erste Jahr in der Schwimmgemeisnchaft Nordoberpfalz war von zahlreichen Erfolgen gekrönt.

Im Herbst des vergangenen Jahres haben der Tirschenreuther Schwimm- Club und die Schwimmabteilung des ASV Auerbach ihre bislang auf die Mannschaftswettbewerbe beschränkte, erfolgreiche Kooperation auch auf die Einzelmeisterschaften ausgeweitet. Und der Verlauf dieses Wettkampfjahres hat gezeigt, wie richtig dieser Schritt war, hat man doch im gemeinsamen Wettkampf- aber auch Trainingsbetrieb für positive Überraschungen und ausgezeichnete Leistungen gesorgt.

Dabei steckt man gerade beim Tirschenreuther Schwimm- Club derzeit in einer gewiss nicht leichten Phase des Umbruchs: Nach Thomas Reisnecker und Thomas Mayerhöfer wird in der kommenden Saison mit Felix Keis die absolute Nummer Eins des TSC- Herrenteams studienbedingt Tirschenreuth den Rücken kehren müssen. Zwar versuchen die TSC- Verantwortlichen alles, ihre Leistungsträger zu halten, in wiefern diese ihr Leistungspotential erhalten oder sogar noch ausbauen können, hängt aber vor allem vom jeweiligen persönlichen Einsatz ab.

Wie dies gelingen kann, haben auch in der letzten Saison Christian Männer und vor allem Dr. Martin Legat eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Beide traten erfolgreich bei den Masters- Titelkämpfen an, Martin Legat holte sich sogar erneut den Titel eines Bayerischen Meisters über die 200m Brust.

Und wenngleich im TSC- Nachwuchsbereich vor allem Ingo Haberkorn deutliche Fortschritte vorweisen kann - zusammen mit Sebastian Seidel als neuem Leistungsträger und dem erst 13- jährigen Stefan Bloßfeldt erscheint die Personaldecke im TSC- Herrenteam arg dünn. Die Chance also für Christian Hebrkorn, Tobias Forster und Johannes Schrems, die als Newcomer aus dem Sichtugnskader in die erste Garnitur aufrücken.

Etwas günstiger sieht es da noch bei den TSC- Damen aus. Auch hier kommen die absoluten Leistungsträger aber nicht aus Tirschenreuth sondern mit Sonja Gradl und Iris Keis aus Griesbach sowie Julia und Anna Lindner aus Fuchsmühl. Während die mittlerweile 23-jährige Sonja Gradl im Mastersbereich mit zwei Bronzemedaillen auf bayerischer Ebene neue Herausforderungen an sich selbst fand, hat Iris Keis für 2004 ein klares Ziel vor Augen: Im Juni werden in Berlin die Tickets für die Olympischen Spiele vergeben - und wenn auch Athen unerreichbar fern liegt, zumindest bei der Qualifikation möchte die Freistilsprinterin schon sehr gern dabei sein.

Führungsaufgaben innerhalb der Mnnschaft kommen auch auf Anna und Julia Lindner zu, die beide zu den erfahrensten Kräften in der ganzen Oberpfalz zählen. Und während Svenja Helgert ihre sportliche Zukunft wohl nicht nur im Wasser, sondern auch am Beckenrand als Assistenztrainerin im Nachwuchsbereich sieht, darf man gespannt auf die weitere Entwicklung der beiden 15-jährigen Rückenspezialistinnen Franziska Nicklas und Julia Ehstand blicken. Während die eine (Nicklas) nämlich einen fulminanten Durchbruch schaffte, stagniert die andere (Ehstand) zuletzt in ihrer Leistungsentwicklung. Die neue Saison sollte daher auch für sie ein Neuanfang sein.

Deutliche Fortschritte konnte im abgelaufenen Wettkampfjahr auch Anne Habedank aufweisen. Auf ihr ruhen vor allem im Brustschwimmen große Hoffnungen. Gleiches gilt für ein Quartett an Neulingen im TSC- Wettkampfteam, die allesamt aus dem eigenen Sichtungskader entstammen: Katja Bloßfeldt, Patrizia Kraus, Franziska Rantzsch und Tamara Bauer sollen im Verlauf der kommenden Monate an das Niveau der Leistungsspitzen des TSC herangeführt werden, um dann in absehbarere Zeit in deren Fußstapfen treten zu können.

Bis dahin bleibt freilich nach der langen und anstrengen Saison noch etwas Zeit zum Verschnaufen: Am 2. September erst startet die Wettkampfmannschaft des Tirschenreuther Schwimm- Clubs mit dem Training für die neue Saison - die Vorbereitungsarbeiten jedoch sind bereits in vollem Gange, denn schließlich will man ja das erreichte Niveau halten und vielleicht sogar noch ausbauen. Angesichts der eigenen Möglichkeiten und derer der Konkurrenz ein gewiss nicht leichtes Unterfangen.