Das Team der SG Nordobpfalz beim internationalen Langstreckenmeeting in Rosenheim

Berichterstatter: German Helgert
Druckversion des Photos (999KB)

Tirschenreuth (rbg). Physisch wie psychisch gestärkt vom einwöchigen Trainingslager im italienischen Caorle trumpften die Aktiven des Tirschenreuther Schwimm- Clubs am Wochenende beim Internationalen Langstreckenmeeting in Rosenheim mächtig auf. Im Team der SG Nordoberpfalz sicherte sich die achtköpfige TSC- Delegation gegen international hochkarätige Konkurrenz fünf Gold-, dreizehn Silber- und fünf Bronzemedaillen!

Noch wesentlich bedeutender war für TSC- Trainer German Helgert die Tatsache, dass sich sein Team fünf Wochen vor den Bayerischen Meisterschaften in Topform präsentierte, was sich an der Fülle persönlicher Bestleistungen einerseits aber auch an der ausgezeichneten Stimmung in der Mannschaft andererseits ausmachen ließ. Und das, obwohl man kurzfristig auf die angeschlagene Iris Keis verzichten musste.

Dafür schwammen sich dann andere Schwimmerinnen ins Rampenlicht. So überzeugte Julia Lindner bei den Juniorinnen als "Frontfrau" mit ihren Siegen über die 200m Schmettern und 200m Rücken (2:56/2:43) sowie den zweiten Plätzen über 400 und 800m Freistil (5:09/10:40) und dem Gewinn der Bronzemedaille über die 200m Lagen in 2:50. Die zwei Jahre jüngere Svenja Helgert (Jg. 87) bewies Siegerqualitäten über die 200m Schmettern mit dem Gewinn der Goldmedaille in 3:07 und freute sich nach drei vierten Plätzen zudem über die 400m Lagen in 6:26 über den Gewinn der Silbermedaille.

Aufstrebend auch das Leistungsbild von Julia Ehstand (Jg. 88), die über 400m Freistil in starken 5:04 Zweite wurde und auch über 200m Rücken nach 2:52 Minuten allmählich fit für die Bayerischen wird. Diese Titelkämpfe sind auch das erklärte Ziel von Anne Habedank (Jg. 1989). Und mit dem zweiten Platz über die 200m Brust in 3:09 kam sie dem Saisonhöhepunkt ein gutes Stück näher, zumal auch ihre übrigen Ergebnisse deutlich im Plus lagen.

Bei den Jungen hat Felix Keis nach erfolgreich abgelegtem Abitur noch einigen konditionellen Nachholfbedarf. Dennoch mischte er im Juniorenklassement kräftig mit, so dass neben drei Silbermedaillen über 200m Rücken (2:33), 200 und 800m Freistil (2:09/10:36) auch zwei Siege über die 200m Lagen (2:32) und 400m Freistil (4:56) zu Buche standen. Dabei mus er sich aber derzeit in den eigenen Reihen vor dem zwei jahre jüngeren Sebastian Seidel vorsehen. Dieser schaffte im Jg. 1986 in allen seinen sieben rennen den Sprung aufs Siegerpodest: Bronze über 200m Brust (2:58), 200m Lagen (2:35) sowie 400 und 800m Freistil (4:40/ 9:46) und Silber über 200m Schmettern (2:44), 200m Rücken (2:37) und 200m Freistil (2:13) lautete seine Ausbeute, deren einziger "Makel" einer verpassten Goldmedaille angesichts der starken Zeiten nur unwesentlich erscheint.

Mächtig auftrumpfen konnte auch Ingo haberkorn (Jg. 88), dessen zweiter Platz über die 200m Schmettern in 3:19 aus einer Serie starker zeiten herausragte. Und rechtzeit zum Saisonhöhepunkt findet auch Stefan Bloßfeldt zu altem Selbstvertrauen und bekannter Form zurück: Die 3:00 über die 200m Brust bedeuteten nicht nur Platz zwei, auch die ergebnisse seiner übrigen Rennen, in denen er sich sichtlich bemühte, die Vorgaben seines Trainers umzusetzen, lagen erheblich über den Erwartungen!