Berichterstatter: German Helgert

Tirschenreuth (rbg). Dem Nachwuchs eine Chance geben wollte der Tirschenreuther Schwimm- Club angesichts einer Reihe von Ausfällen im Team am vergangenen Wochenende beim internationalen Ratisbona- Cup im Regensburger Westbad. Und mit neun Bronze-, einer Silber und als Krönung der Goldmedaille für Katja Bloßfeldt über die 200m Brust nutzten eben vor allem die jungen Talente diese Chance.

Zehn Aktive umfasste die TSC- Delegation im Team der SG Nordoberpfalz. Und die jüngste von allen, die 10-jährige Katja Bloßfeldt sorgte am meisten für Furore. Mit starken 3:35 gewann sie die Jahrgangswertung über 200m Brust und sicherte sich zudem nicht weniger als drei Bronzemedaillen mit ihren 1:42 über die 100m Brust, 1:57 über 100m Schmettern und 3:31 über die 200m Rücken.

Vor allem die Rückenstrecken hatten es beim TSC auch den jungen Damen des Jahrgangs 1988 besonders angetan. Über die 200m gab es hier durch Anna Lindner (2:51) und Franziska Nicklas (2:55) gleich zweimal Edelmetall in Form von Silber und Bronze. Nicklas überzeugte zudem u.a. mit starken 1:20 über die 100m (4.) sowie guten 1:26 über die 100m Schmettern, während Anna Lindner mit ihren 3:09 über die 200m Brust sowie den 1:08 über die 100 und 2:28 über die 200m Freistil als Sechste beeindruckte.

Ihre drei Jahre ältere Schwester Julia konnte sich im Damenklassement ebenfalls auf den Rückenstrecken in Szene setzen. Die 17- jährige Fuchsmühlerin holte über die 100 und 200m in ausgezeichneten 1:17 und 2:47 jeweils Bronze, verfehlte eine weitere Medaille mit 1:20 bzw. 2:29 und den Plätzen vier über die 100m Schmettern und 200m Freistil jeweils nur knapp und zeigte sich auch in den 50m Sprints (u.a. 0:35 über 50m Rücken) schon in beachtlicher Frühform. Gleiches gibt es hinsichtlich des Leistungszustandes von Anne Habedank (Jg. 89) zu vermelden. Vor allem mit ihren 1:11 und 2:38 wusste sie über die 100 und 200m Freistil zu gefallen.

Auch bei den Jungen sorgte eine Nachwuchshoffnung für Furore. Der 12-jährige Christian Haberkorn eroberte bei seinem Debüt auf internationaler Bühne über die 200m Brust in 3:37 Bronze, nachdem er zuvor bereits mit 3:18 über die 200m Rücken als Fünfter auf sich aufmerksam machen konnte. In die Erfolgsspur findet auch Stefan Bloßfeldt. Mit 1:27 und starken 3:05 holte er über die 100 und 200m Brust jeweils die Bronzemedaille und konnte zudem vor allem mit seinen 2:51 über die 200m Rücken und den 3:13 über 200m Schmettern (je 6.) gefallen.

Ingo Haberkorn (Jg. 88) meisterte die Umstellung auf die 50m- Langbahn mit fünften Plätzen über 100 und 200m Rücken (1:21/ 2:50) und 100m Schmettern (1:31). Und im Herrenklassement bewies Thomas Reisnecker vor allem als Vierter über die 200m Schmettern (2:44) seine Vorlieben für die Mittelstrecken. Sebastian Seidel hingegen entpuppt sich mehr und mehr zum Sprinter, was sich in 0:27 über die 50m Freistil ebenso ausdrückte wie in seinen 0:33 und den 0:36 über die 50m Rücken und Brust. Mit 2:46 schwimm er zudem als Fünfter über die 200m Schmettern ebenso in Medaillennähe wie mit seinen 2:39 über die 200m Rücken (6.).

Die Langbahnwettkämpfe der kommenden Wochen werden zeigen, was diese beachtliche frühform der TSC- Akteure letztendlich wert sein wird. Das Team von Regensburg orientiert sich in der Zielsetzung ja an den Bayerischen Jugendmeisterschaften Ende Juli in Waldkraiburg.