Berichterstatter: German Helgert

Tirschenreuth (rbg). Viel vorgenommen haben sich die Aktiven vom Tirschenreuther Schwimm- Club und dem ASV Auerbach (Photo in Druck-Qualität (570MB !)) . Für die Schwimmerinnen und Schwimmer der SG Nordoberpfalz, dem Zusammenschluss beider Vereine im Wettkampfbereich, stehen in den nächsten Wochen bis zu den Sommerferien bayerische, süddeutsche und sogar deutrsche Meisterschaften mit Weltmeisterschafts- Qualifikation an! Kein Wunder, dass die erfolgshungrigen Athleten die Osterferien für ein Intensivtraining nutzten.

Auf dem "Gowerlhof" in Rothenbürg hatten die Schwimmer ihr Quartier bezogen - und sich dank der freundlichen Bemühungen der Familie Zeitler als Gastgeber rasch heimisch gefühlt. Optimal untergebracht stand einem umfangreichen Trainingsprogramm unter Leitung von Klaus Grünberger und German Helgert sowie den Co- Trainern Stefanie Krieger und Norbert Heberl nichts mehr im Wege. In insgesamt neun Trainingseinheiten absolvierten die Schwimmer rund 50 Kilometer im Wasser. Grundlagen- Ausdauertrtaining wechselte mit wettkampfspezifischem Ausdauertraining ebenso ab wie mit Techniktraining. Am Ende standen neben Videoanalysen und einem 50m- Sprinttest ein Ausschwimmen um die Startplätze in der 4x 200m Freistilstaffel an, mit der die Schwimmgemeinschaft Nordoberpfalz am Wochenende bei den süddeutschen Titelkämpfen antritt.

Wettkampfschwimmerinnen und -schwimmer der unterschiedlichsten Leistungsklassen unterzogen sich den jeweils auf ihr Niveau abgestimmten Trainingsplänen; im Blickpunkt des Interesses stand indes ein Trio, das sich in Tirschenreuth auf die WM- Qualifikation vorbereitet, die in wenigen Tagen in Hamburg anstehen. Neben den beiden Auerbachern Peter Spörl und Andrea Lehner soll dann auch Iris Keis vom TSC in der Hamburger "Schwimm-Oper" gegen die ganz Großen im deutschen Schwimmsport, gegen Franziska van Almsick, Sandra Völker oder Hannah Stockbauer antreten!

Dabei verliefen gerade für die 17- jährige Griesbacherin in Diensten des TSC die Vorbereitungen der letzten Wochen denkbar ungünstig. Nach einer bösen Knieverletzung bei den Mehrkampfmeisterschaften in Weiden ist sie bis heute nicht voll belastbar. Umfassende ärztliche Maßnahmen und eine sehr einfühlsame physiotherapeutische Behandlung ermöglichten aber schon bald ein dosiertes Wassertraining und somit die Option, in Hamburg dabei sein zu können.

Neben der leistungsorientierten Trainingsarbeit verfolgte die gemeinsame Jugendmaßnahme aber noch weitere Ziele: So gab es vor allem für die jüngeren Aktiven der beiden Vereine zahlreiche Möglichkeiten, sich untereinander besser kennen zu lernen. Seit Saisonbeginn haben der TSC und der ASV Auerbach ihre Kooperation im Wettkampfbereich ja von den Mannschafts- auch auf die Einzelwettkämpfe ausgeweitet, was dem Leistungsniveau insgesamt, aber auch dem Zusammengehörigkeitsgefühl untereinander ungemein förderlich war.

Und nur so ist es möglich, in relativ kleinen Vereinen und bei der gegebenen Infrastruktur überhaupt ein derart hohes schwimmsportliches Niveau zu erreichen und zu halten, wie dies in Tirschenreuth und Auerbach der Fall ist. So verwundert es dann auch kaum, dass sich Aktive und Offizielle beider Vereine einig waren, auch im kommenden Jahr diese gemeinsame Ostermaßnahme als einen wichtigen Stein im Mosaik der Jahresplanung zu wiederholen. Der "Gowerlhof" jedenfalls ist für die Schwimmer bereits reserviert.