Tirschenreuth (rbg). Mit seiner 11. Inszenierung der Nachtschwimmfest- Sportala hat der Tirschenreuther Schwimm- Club am Freitag und Samstag insgesamt weit über 1.000 begeisterte Zuschauer auf die bevorstehenden Olympischen Spiele eingestimmt. Unter dem Motto "olympic dreams" präsentierten über 70 Schwimemrinnen und Schwimmer zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr und der Turngemeinschaft Tirschenreuth eine bunte Sportshow, die ihresgleichen sucht.

Schon vor dem eigentlichen Beginn der rund zweistündigen und an Höhepunkten reichen Show heizten die Aktiven des Tirschenreuther Schwimm- Clubs bei ihrer Ouvertüre dem Publikum mächtig ein und banden es von Beginn an in die Handlung ein. Getreu ihrem Motto "Olympic Dreams" legten die jungen Schwimmerinen und Schwimmer die Olympischen Ringe anschließend in das blau schimemrnde Wasser des 50m Sportbeckens und ließen dabei Hunderte bunter Luftballons aufsteigen.

Nachdem TSC- Vorsitzender Hubert Brech, der in gekonnter Moderator- Manier durch das Programm führte, das Publikum begrüßt hatte, wurde dieses schon von den jungen Talenten der Aufbaugruppe in das Reich der Regenbogenfische entführt. "Olympia unter dem Regenschirm, vorgetragen von den Schwimmerinnen und Schwimmern aus Fördergruppe und Sichtungskader war mehr als nur eine Anspielung auf den lange Zeit verregneten olympischen Sommer 2004. Special guests in der Samstagsaufführung waren die jungen Damen der Turngemeinschaft Tirschenreuth mit zwei gelungen Showtanzeinlagen.

Wie sich die Sportler Schlumpfhausens auf Athen 2004 vorbereitet haben, zeigten die Akteure der Fördergruppe im Anschluss daran mit ihren "Schlümpfen bei Olympia". "Stand up for the champions" - 24 erfolgreiche Athleten/innen der Wettkampfmannschaft und des Sichtungskaders A marschierten ganz in Schwarz mit neonroter Bademütze ins Schwimmstadion und bewiesen dann, dass sie es im Wasser nicht nur verstehen, Jagd auf Rekorde und Bestzeiten zu nehmen. In einem eindrucksvollen Figurenlegen brachten sie dem Publikum auch Anmut und Grazie des Schwimmsports näher.

Exklusiv für das 11. Nachtschwimmfest hat der TSC ein Wasser- Musical geschaffen. Es erzählte in sechs Bildern den Weg von Traum eine Olympiamedaille zu gewinnen über die ersten Schritte des Schwimmen lernens, die Verknüpfung von Sport und Schule, die erste große Liebe und die großen Opfer des täglichen Trainings bis hin zur erfolgreichen Finalteilnahme mit dem ersehnten Medaillengewinn. Alle Aktiven des TSC waren in diese Handlung einbezogen - eine sicher einmalige Sache.

Humorvolle ging es dann mit der Präsentation alternativer Olympia- Sportarten wie Bobycar- Fahren, City- Rollern oder Tretauto- Rennen weiter, bevor die Tirschenreuther Wasserpferde nach einer Reihe von Jahren mit ihrer Dressur einer Qunitette ein viel umjubeltes Comeback feierten. Die Olympische Flaggenparade im Wasser führte die Zuschauer rund um die Welt. Über Stationen in Italien, China, den USA und Afrika fand man zum gemeinsamen "song for the world". Fester Bestandteil der Nachtschwimfmeste ist traditionell das Synchronschwimmen, die gleichförmige Darbietung der vier Wettkampfschwimmarten Freistil, Brust, Schmettern und Rücken. Durchaus olympiareif präsentierten sich schließlich die Waldnaabnixen mit ihrer Kunstschwimm- Darbietung an Land und im Wasser.

Den Abschluss bildete ebenso traditionell die phantastische Show "Feuer und Wasser", welche bei der Premiere am Freitag von den Männer der Freiwilligen Feuerwehr mit einer ebenso imposanten wie absolut einmaligen Wasserwand mit zahlreichen Spezialeffekten fulminant eingeleitet wurde. Die TSC- Schwimmer schlossen ihre Darbietungen mit dem ebenso unvergleichlichen Fackelschwimmen ab, in dessen Mittelpunkt einmal mehr die Olympischen Ringe standen, bevor unter dem tosenden Beifall der Zuschauer der von Vulkanen überflutete Sprungturm einem Meer aus Feuer glich.

Alles in allem konnte auch diese 11. Inszenierung des Tirschenreuther Nachtschwimmfestes Maßstäbe für eine Sportgala und eine Schwimmshow setzen, die so schnell nicht erreicht werden dürften.






Wasserspritzer vom Nachtschwimmfest

Tirschenreuth (rbg). Über 70 aktive Schwimmerinnen und Schwimmer, rund 30 Feuerwehrmänner und etwa 20 TG- Tänzerinnen als Akteure, etwa 20 Trainer, Übungsleiter und Betreuer im Hintergrund und weitere über 30 Mitstreiter im Catering- Bereich: Das Tirschenreuther Nachtschwimmfest setzte nicht nur hinsichtlich einer gelungenen Sportshow Akzente, auch was den gesamten Personalstab betrifft, entsprach die Quantität voll der Qualität dieser Sportgala.

Normfreien Sport mit Musik zu verbinden - dies ist einer der kerngedanken des Nachtschwimfmest- Projekts. Rund 50 Musiktitel von Klassik über Walzer, Marschmusik, Neue Deutsche Welle bis hin zu Rock & Pop bildeten den musikalischen Grundstein für die sportlichen Darbietungen drumherum.

Und natürlich lockt das Nachtschimmfest immer wieder auch zahlreiche Gäste aus Nah und Fern an die Mähringerstraße. TSC- Vorsitzender Hubert Brech konnte neben der örtlichen Politikprominenz mit Bürgermeister Franz Stahl an der Spitze seitens des Bayerischen Schwimmverbandes besonders Bezirksvorsitzenden Bernd Moser, den Landesfachwart für Schule und Verein, Peter von der Sitt, sowie Bezirks- Pressereferent Horst Müller willkommen heißen. Ein besonderer Gruß galt auch TSC- Ehrenvorsitzenden Paul Helgert als "Vater der Tirschenreuther Nachtschwimmfeste".

Bei den heißen Temperaturen ist ein erfrischendes Bad sicher etwas Angenehmes - vor allem dann, wenn dabei der Stress der letzten Tage abgelegt werden kann. Das dachten sich wohl auch die verdientermaßen ausgelassenen TSC- Wettkampfschwimmer nach der Samstagsaufführung und beförderten ihren Vorsitzenden Hubert Brech kurzerhand in voller Montur ins herrlich erfrischende Wasser des Sportbeckens. Mit Michael Habedank und German Helgert entkamen auch zwei Trainer der Wettkampfmannschaft den Attacken ihrer Schützlinge nicht mehr rechtzeitig.

Hand in hand, so wie man die Sportshow gestaltet hatte, so gestalteten sich am frühen Sonntagmorgen auch die Aufräumarbeiten, schließlich galt es, das Freibad rechtzeitig zur allgemeinen Öffnung um 9 Uhr wieder auf Vordermann zu bringen. Und wie gewohnt, sorgte die straffe TSC- Organisationsstruktur mit den vielen fleißigen Helfern dafür, dass die Sonnehungrigen rechtzeitig und uneingeschränkt wieder auf ihre Kosten kamen.