Berichterstatter: German Helgert

Für weitere vier Jahre wurde der Vorstand des TSC bei der jahreshauptversammlung bestätigt.
V.li: Kassier Fabian Härtl, Bürgermeister Franz Stahl, Vorsitzender Hubert Brech, Stellvertreter Christian Züllich, sportlicher leiter German Helgert und TSC- Ehrenvorsitzender Paul Helgert


Tirschenreuth (rbg). Der einstimmige Vertrauensbeweis für den alten und neuen Vorstand war bei der Hauptversammlung des Tirschenreuther Schwimm- Clubs am Freitag im Kettelerhaus die eigentlich logische Konsequenz aus der erfolgreichen Arbeit von Vorsitzendem Hubert Brech und seinem Team in den letzten vier Jahren. Bürgermeister Franz Stahl lobte nicht nur die Arbeit des Vereins sondern sah in den offenen Berichten auch viele Denkansätze für die Zukunft.

In seinem ausführlichen Rechenschaftsbericht erläuterte Vorsitzender Hubert Brech zunächst die Vereinsstruktur und das Breite sportliche Angebot des 1995 gegründeten Tirschenreuther Schwimm- Clubs, welches vom Kleinkinderschwimmen über den Fitness- und Gesundheitsbereich bis hin zum Leistungssport alle Bereiche abdecke. Das Jahr 2003 bezeichnete der Redner dabei als ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Zahlreiche sportliche Aktivitäten, darunter die Austragung des Osterhasen- Schwimmens, des NT- Adventpokals sowie der Bayerischen Staffelmeisterschaften, wurden begleitet von sogenannten überfachlichen Maßnahmen, welche vom TSC- Skiwochenende über die Teilnahme am Sadtlauf, die Herbstwanderung oder das Fahrradzeltlager bis hin zur Waldweihnacht reichen.

Kassier Fabian Härtl musste im abgelaufenen Jahr erstmals in der Geschichte des TSC auf Rücklagen aus den finanziell erfolgreichen Vorjahren zurück greifen, nachdem die Einnahmen vor allem durch rückläufige Teilnehmergebühren bei den Wettkämpfen hinter den Ausgaben zurück blieben. Vorsitzender Hubert Brech verwies in diesem Zusammenhang auf uunehmende finanzielle Belastungen durch die Beteiligung an der Sportstättennutzung, höhere Beiträge an den BLSV sowie den Deutschen Schwimmverband und die drohenden Kürzungen in den Übungsleiter- Bezuschussung sowie der Förderung der Jugendarbeit.

Dennoch ist man beim TSC bestrebt, durch entsprechende Eigeninitiativen den Mitgliederbeitrag konstant zu halten. Zudem zahlt sich nunmehr ganz offensichtlich die Sparsamkeit der Vergangenheit doppelt aus. Der Bericht der Kassenprüfer bescheinigte jedenfalls die sorgfältige Kassenführung.

Klare Forderungen hinsichtlich interner Reformen stellte german helgert als sportlicher Leiter des Vereins in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. "Wir müssen in den kommenden Jahren unsere sportliche Struktur schärfen und das Leistungsprinzip konsequenter umsetzen", betonte Helgert und nannte als Eckpunkte eine verstärkte Talentsichtung, einen engeren Schulterschluss mit den Schulen, ein reformiertes kindgerechtes Angebot, verbesserte Rahmenbedingungen für den Leistungsbereich aber auch ein verstärktes Engagement der Aktiven in der Vereinsarbeit. Die Verstärkung der Elternarbeit, eine Reform im Masters- und Fitnessbereich sowie eine weitere Förderung der positiven Ansätze im Kursangebot zählen ferner zu diesen Überlegungen.

Ohne Probleme verliefen schließlich die Neuwahlen, bei denen Vorsitzender Hubert Brech ebenso einstimmig in seinem Amt bestätigt wurde wie sein Stellvertreter Christian Züllich, German Helgert als sportlicher Leiter, Fabian Härtl als Kassier sowie Sabine Rößler und Erich Brech als Kassenprüfer. In seinem Schlusswort zeigte sich Ehrenvorsitzender Paul Helgert erfreut über die Arbeit seines Nachfolgers an der Spitze des TSC und rief die Mitglieder zur Solidarität mit dem Verein auf.


Imponierende Zahlen

Bild PIC_1136: TSC- Vorsitzender Hubert Brech im Gespräch mit Bürgermeister Franz Stahl

Bild PIC_0236: Tirschenreuths erfolgreiche Schwimmer - im Bild die teilnehmer der letztjährigen Bayerischen Jugendmeisterschaften

Tirschenreuth (rbg). Mit eindrucksvollen Zahlen warteten die Vorstandsmitglieder des über 400 Mitglieder starken Tirschenreuther Schwimm- Clubs bei der Jahreshauptversammlung auf. Auf einem vierseitigen Flyer wurden dabei die überregional erfolgreichen Athleten aus der zurückliegenden Legislaturperiode des Vorstandes gewürdigt.

Sechs bayerische Meistertitel, elf Silber- und 26 Bronzemedaillen holten Tirschenreuths Schwimmer im Berichtszeitraum in die Kreisstadt. Auf süddeutscher Ebene konnte man sich fünf mal unter den Top Ten platzieren, wobei Iris Keis und Julia Lindner mit fünften Plätzen über 100m Freistil bzw. 50m Rücken herausragen. Und selbst bei Deutschen Meisterschaften waren die TSC- Athleten "würdige Repräsentanten der Stadt Tirschenreuth", so Bürgermeister Franz Stahl.

Im Mannschaftsbereich ragt sicher die zweijährige Zugehörigkeit der Damenmannschaft zur höchsten bayerischen Klasse, der Bayernliga, heraus. Mit dem Partnerverein, dem ASV Auerbach, werde man in der SG Nordoberpfalz auch in Zukunft alles daran setzen, um das Leistungsniveau zu festigen und auszubauen.

Dies erfordert jedoch einen vielfältigen Einsatz aller Beteiligter. Vorsitzender Hubert Brech listete 19.570 Kilometer auf, welche man im Vorjahr für Wettkampffahrten zurück gelegt habe! Über 63.000 weitere Kilometer erbrachten die Eltern der auswärtigen Aktiven, um diese zum Training nach Tirschenreuth zu bringen. Und in diesen Trainingseinheiten (bei den Topathleten rund 250 während eines Jahres) leisteten 19 Übungsleiter und Betreuer rund 2.500 Stunden oder mehr als 47 Stunden pro Woche.

Verständlich, dass der TSC- Vorsitzende dieses Engagement heranzog, das mehr als eineinviertel Vollzeit- Arbeitsstellen entspräche, um der Politik eine klare Forderung mit auf den Weg zu geben: "Eigentlich müsste man also nicht bei den Vereinen sparen, sondern im Gegenteil, man müsste diese Art der Jugendarbeit in Zeiten knapper Kasse fördern, denn billiger bekommt amn es nicht mehr!"

Denn dass gerade der finanzielle Aspekt immer mehr in den Mittelpunkt der Vorstandsarbeit rücken muss, zeigte sich schließlich bei den konkreten Mehrbelastungen, die man beim TSC für 2004 befürchtet: rund 700,- € Mehrkosten für die Sportstättennutzung, 1.200,- € Kürzung bei den Übungsleiterzuschüssen sowie mehrere hundert Euro an Mehrausgaben für die Mitgliederbeiträge an den Bayerischen Landes- Sportverband (BLSV) sowie den Bayerischen und Deutschen Schwimmverband.