Berichterstatter: German Helgert

Tirschenreuth (rbg). Ganze 66 Punkte waren es, die der Damenmannschaft der Schwimmgemeinschaft Nordoberpfalz am Wochenende zum Aufstieg in die Bayernliga fehlten! Zwar verbesserten sich die Schwimmerinnen vom Tirschenreuther Schwimm- Club und dem ASV Auerbach gegenüber dem Vorkampf um über 500 auf starke 18201 Punkte - allein: es sollte dieses Mal noch nicht reichen. Die SG Frankenhöhe und der SSKC Poseidon Aschaffenburg setzten sich durch und schafften den Sprung ins bayerische Oberhaus.

Dabei braucht sich bei den Nordoberpfälzern niemand einen Vorwurf zu machen. "Alle sind am absoluten Limit geschwommen", zollte Klaus Grünberger (Auerbach) dem Team hohes Lob. Bereits im Vorfeld hatte man seitens der Verantwortlichen in der Schwimmgemeinschaft aber auch für optimale Bedingungen gesorgt. So stehen beim Tirschenreuther Schwimm- Club im Wettkampfbereich bereits seit zwei Jahren German Helgert als verantwortlichem Trainer mit Michael Habedank und Raimund Keis zwei engagierte Mitarbeiter unmittelbar am Beckenrand - eine Institution, die sich mehr und mehr im Erfolg widerspiegelt.

Dass es diesmal nicht ganz gereicht hat, lag weniger an eigener Schwäche, denn an der Stärke der Mitbewerber. Denn sehen lassen konnten sich die Ergebnisse der Mädchen aus Tirschenreuth und Auerbach allemal. Da spielte Sonja Gradl (24) einmal mehr ihre gesamte Routine aus zu starken 1:16 über 100m Lagen und unerwarteten 2:59 als Ersatzschwimmerin über 200m Schmettern. Als jüngste TSC- Vertreterin stand ihr die 15-jährige Anne Habedank gegenüber, die trotz Knieverletzung die Zähne zusammen biss und mit 3:01 über die 200m Brust eine neue persönliche Bestleistung schwamm.

Souveränität und personifizierte Zuverlässigkeit kennzeichneten das Auftreten von Anna Lindner. Die 16-jährige Fuchsmühlerin spulte ihr Mittelstrecken- Pensum mit der Präzision eines schweizer Uhrwerks ab und landete mit 2:23, 5:00 und 10:16 über 200, 400 und 800m Freistil ebenso hervorragende Zeiten wie mit ihren 2:41 und 5:41 über 200 und 400m Lagen. Kämpferherz bewies auch die gleichaltrige Franziska Nicklas. Nach einem starken Auftakt mit 1:15 über 100m Lagen brachte sie eine etwas zweifelhafte Kampfrichterentscheidung über die 400m Lagen ein wenig aus dem Gleichgewicht. Ihre 0:35, 1:14 und 2:40 über 50, 100 und 200m Rücken unterstreiche dennoch ihre Klasse.

Insgesamt erneut sehr stark auch das Auftreten von Iris Keis angesichts ihrer 0:29,68, 1:04 und 2:20 über 50,100 und 200m Freistil sowie der 0:33 und 1:15 über 50 und 100m Schmettern. Gerade der 18-jährigen Aktivensprecherin stand am Ende die Enttäuschung dann aber -gleichsam stellvertretend für die gesamte Mannschaft- deutlich ins Gesicht geschrieben. Als kleiner Trost blieb da nur die Erkenntnis, dass auch die eingesetzten Auerbacher Schwimmerinnen mit Alexandra Heberl, Andrea Reinfels und Carina Agethen um die beiden herausragenden Anja Regn und Andrea Lehner ihr Bestes gegeben hatten. Dass die mannschaftliche Harmonie innerhalb des Teams und der gesamten Schwimmgemeinschaft trotzdem stimmt, zeigte sich bereits unmittelbar nach der Entscheidung, als für die kommenden Wettkämpfe bereits neue Ziele formuliert wurden.