Berichterstatter: German Helgert


Damen im Aufstiegskampf zur Bayernliga

Tirschenreuth (rbg). Ihr erstes Etappenziel zur angepeilten Rückkehr in die Bayernliga hat die Damenmannschaft der Schwimmgemeinschaft Nordoberpfalz am Wochenende beim Landesliga- Vorrundenentscheid im Tirschenreuther Hallenbad erreicht: Mit 17.634 Punkten landeten die Schwimmerinnen des gastgebenden Tirschenreuther Schwimm- Clubs und des ASV Auerbach als Vorkampf- Zweiter hinter dem Team der SG Frankenhöhe auf dem ausgezeichneten zweiten Platz und schafften damit die Qualifikation zum Aufstiegskampf Mitte November in Nürnberg.

Obwohl man in der Vorrunde auf Julia Lindner und Michele Schwarz verzichten musste und Sonja Gradl für die Finalrunde schonte, schafften die eingesetzten neun Schwimmerinnen eine Steigerung um 204 Punkte gegenüber dem Vorjahr - ein Ergebnis, dass für die Finalrunde hoffen lässt, zumal man sich im Trainerstab der SG einig ist, dass da durchaus "noch Luft drin ist". Maßgeblichen Anteil am Gesamtergebnis hatte einmal mehr die 18-jährige Iris Keis, die vor allem auf den Kraulstrecken mit 0:29, 1:04 und 2:19 eifrig Punkte sammelte und zudem über 50m Schmettern (0:33) und 100m Lagen (1:15) mit starken Zeiten gefiel. Die ein Jahr jüngere Anadrea Lehner unterstrich bei ihren Mittelstreckenrennen über 400 und 800m Freistil mit 4:46 und 10:14 ebenso ihre Kämpferqualitäten wie mit den 1:11 und 2:39 über 100 und 200m Rücken.

Einsatzfreudig auch die 16- jährige Anna Lindner. 2:26 und 10:31 über 200 und 800m Freistil sowie 2:42 und 5:40 über 200 und 400m Lagen waren der verdiente Lohn auf den bei den Aktiven allgemein wenig beliebten Mittelstrecken und den technisch anspruchsvollen Lagendistanzen. Die gleichaltrige Franziska Nicklas durfte sich neben den 1:16 und 5:58 über 100 und 400m Lagen vor allem über ihre starken Rückenzeiten freuen: Mit 0:33, 1:13 und 2:39 über die 50, 100 und 200m ist sie aus dem Team nicht mehr wegzudenken.

Als eifrigste Punktesammlerin erwies sich Sprintspezialistin Anja Regn, der natürlich ihre Vorliebe für die Kurzstrecken dabei zu Hilfe kam, was aber ihre ausgezeichneten Zeiten nicht entwerten soll. 0:28 und 1:03 über 50 und 100m Freistil, 0:32 über 50m Rücken sowie 0:31 und 1:090 über 50 und 100m Schmettern zählen auch bayernweit zum Feinsten. Mit 1:26 über 100m und vor allem den starken 3:03 über die 200m Brust rechtfertigte die ebenfalls 15-jährige Anne Habedank ebenso ihre Nominierung wie die um ein Jahr jüngere Carina Agethen, die sich auf den Bruststrecken mit 0:38, 1:22 und 2:55 über die 50, 100 und 200m in Szene setzte. Alexandra Heberl erwies sich über die 100 und 200m Schmettern mit 1:22 und 3:02 als würdige Ersatzschwimmerin und Andrea Reinfels untermauerte mit 0:37 über die 50m Brust ihren Anspruch auf einen Stammplatz im Team.

Nunmehr bleiben den verantwortlichen Trainern in Tirschenreuth und Auerbach bis zur Aufstiegsrunde vier Wochen Zeit, um die aktuelle Form noch auszubauen. Vor allem im Mittel- und Langstreckenbereich sehnt man dies herbei, erwies sich doch der frühe DMS- Termin rund sechs Wochen nach Trainingsbeginn als nicht unproblematisch. Umso erstaunlicher die Tatsache, wie gut die Damenmannschaft der SG Nordoberpfalz damit zurecht gekommen ist.



Herren schaffen souverän den Klassenerhalt

Tirschenreuth rbg).Zwar blieb man mit 17071 Punkten rund 300 Zähler hinter der Vorjahresleistung zurück - dennoch sicherte sich die Herrenmannschaft der SG Nordoberpfalz als Elfter unter 20 Mannschaften insgesamt recht souverän den Klassenerhalt in der Landesliga. Die Schwimmer vom Tirschenreuther SC und dem ASV Auerbach werden demnach auch im kommenden Jahr der zweithöchsten Klasse in Bayern angehören.

Die Verantwortlichen der Schwimmgemeinschaft wussten von Beginn an, dass es für ihr Herrenteam nicht einfach würde, befindet sich die Mannschaft doch in einer starken Umbruchphase. Und so verwundert es kaum, dass in einem Team, dass sich in seiner harmonischen Struktur als Mannschaft aus einem Guss erwies, vor allem die "Oldies" für die "big points" zuständig waren. So rackerte der 25- jährige Manuel Schmid über 200, 400 und 1500m Freistil zu 2:12, 4:38 und 18:52. Auch sein nur ein Jahr jüngerer Teamgefährte Christian Männer wollte es wieder einmal wissen und freute sich beinahe diebisch ein ums andere Mal über das Erstaunen, das seine Zeiten bei Zuschauern und Mannschaftskollegen hervorriefen: Mit 0:26 über 50m Freistil, 0:30 und 1:08 über 50 und 100m Rücken, 0:33 über 50m Brust und 1:07 über die 100m Lagen schwamm er im Bereich seiner absoluten Bestzeiten! Da wollte natürlich auch Felix Keis nicht hinten anstehen. Der 20- jährige Griesbacher konterte mit 0:25 und 0:57 über 50 und 100m Freistil, 0:30 über 50m Rücken sowie 0:28 und 1:08 über 50 und 100m Schmettern.

Von dieser Punkteflut der Routiniers angestachelt stellten dann auch die aktuellen Leistungsträger ihr Können unter Beweis. Sebastian Seidel -etwas unglücklich über seine Langstrecken- Nominierungen- glänzte über die 100m Freistil in neuerlichen 0:58 sowie die 2:26 und 2:30 über je 200m Rücken und Lagen. Aber auch seine 4:40 und 18:54 über 400 und 1500m Freistil waren ein wichtiger Beitrag zum Gesamterfolg. In den Dienst der Mannschaft stellte sich auch der ebenfalls 18- jährige Peter Spörl, der neben seinen Brusteinsätzen mit 0:31, 1:11 und 2:31 über 50, 100 und 200m mit 1:03 und 5:09 über 100 und 400m Lagen kräftig punkten konnte.

Und aus der ganz jungen Garde konnte Martin Agethen (16)neben den 1:08 und 2:28 über 100 und 200m Rücken vor allem mit seinen 0:30, 1:08 und 2:40 über 50, 100 und 200m Schmettern gefallen. Der 14-jährige Stefan Bloßfeldt glänzte über 100 und 200m Brust in 1:18 und 2:45, steigerte sich über 200 und 400m Lagen auf tolle 2:37 und 5:23 und durfte auch mit seinen 2:17 über die 200m Freistil zufrieden sein. Und Florian Zimmermann rechtfertigte seine Nominierung über die 200m Schmettern mit starken 2:48.

Damit kann das Herrenteam der Schwimmgemeinschaft Nordoberpfalz den eingeschlagenen Weg beruhigt fortsetzen, wohl wissend, dass man auch in Zukunft neben jungen Talenten Routiniers brauchen wird, um in Bayerns Elite mithalten zu können. Und gerade für die kleinen vereine auf dem so genannten flachen Land wird dies ja immer schwieriger. Umso höher ist der Erfolg der Schwimmer aus Tirschenreuth und Auerbach einzuschätzen.