Die Konkurrenz war diesmal einfach zu übermächtig. Und obwohl man in 23 der 34 Rennen bessere Zeiten als im Vorkampf vor zwei Wochen im heimischen Tirschenreuther Hallenbad aufweisen konnte, reichten die erzielten 17.430 Punkte nur zum neunten Platz. Damit konnte man zwar die SG Region München an das Tabellenende verwiesen, die Damen des SV bayreuth aber hatten gegenüber der Vorrunde deutlich aufgerüstet. Dennoch treten auch sie ebenso wir die SG Frankenhöhe zusammen mit den Nordoberpfälzerinnen den Weg nach unten an.

Dabei gibt es im Tirschenreuth-Auerbacher Lager keinerlei Grund zu irgendwelchen Vorwürfen, denn auch am Wochenende hat jede der elf eingesetzten Schwimmerinnen noch einmal ihr Bestes gegeben. So konnte sich Sonja Gradl als erfahrenste im Team auf 0:34, 1:17 und 2:50 über 50, 100 und 200m Schmettern steigern. Die 21-jährige Saskia Schnabl erinnerte mit 1:22 und 2:56 über 100 und 200m Brust ebenso an ihre besten Tage wie die zwei Jahre jüngere Simone Nurtsch. Sie fungiert ja mittlerweile beim TSC als verantwortliche Nachwuchstrainerin und gab eben diesem Nachwuchs noch einmal eine Empfehlung in Form von 0:38 Minuten über die 50m Brust.

Stark auch die Leistungsentwicklung von Julia Lindner. Trotz Verletzung beim Einschwimmen steigerte sie ihre Rückenzeiten auf 0:34, 1:14 und 2:41 über die 50, 100 und 200m. Dann Kraulsprinterin Iris keis: Nach 1:14 über die 100m Lagen verdeutlichte sie mit 0:29, 1:02, 2:18 und 4:53 über die 50, 100, 200 und 400m Freistil eindrucksvoll, wer in dieser Schwimmart beim TSC den Ton angibt. Ähnlich imponierend der Auftritt der erkältungsgeschwächten Andrea Lehner: Mit 0:34, 1:12 und 2:33 bewies die Auerbacherin ihre Stärke über 50, 100 und 200m Rücken.

Gleich drei Schwimmerinnen aus dem Jahrgang 1988 meldeten für die Zukunft ihre Ansprüche mit eindrucksvollen Ergebnissen an. Julia Ehstand nutzte die Gunst der Stunde und verblüffte mit tollen 2:44 über die 200m Lagen sogar das eigene Lager. Anna Lindner erwies sich einmal mehr als Ausdauerpaket angesichts ihrer 5:02 und 10:23 über die 400 und 800m Freistil sowie die 2:41 und 5:42 über 200 und 400m Lagen und Michele Schwarz rechtfertigte mit 1:05 und 1:14 über 100 Freistil und 100m Lagen ihre Nominierung.

Nach ihrem Schulskikurs konnte Anja Regn vor allem durch ihre 0:32 und 1:15 über die 50 und 100m Schmettern zufrieden stellen, während die erst 12- jährige Carina Agethen mit 1:24 und 3:02 über die 100 und 200m Brust keinerlei Respekt vor der gewiss nicht leichten Aufgabe zeigte.

Es war dann wohl auch die Art und Weise, wie sich die Mannschaft aus der Bayernliga verabschiedete, die das Trainerduo Klaus Grünberger (Auerbach) und German Helgert (TSC) trotzdem optimistisch in die Zukunft blicken lässt: "Wir haben Moral bewiesen und die Mannschaft ist von der ersten bis zur letzten Minute als Team aufgetreten. Natürlich wollen wir alles daran setzen, um im nächsten Jahr zurück zu kehren," sind sie sich einig. Ob dies gelingen wird, hängt wohl vor allem davon ab, ob man die Mannschaft bis dahin so zusammenhalten kann, wie das diesmal der Fall war.