Berichterstatter: German Helgert
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Dieses Aufgebot des Tirschenreuther Schwimm- Clubs unterzog sich während der Pfingstferien einem einwöchigen Intensiv- Trainingslager im italienischen Caorle.

Tirschenreuth (rbg). Pfingsferien - traditionell Reisezeit für deutsche Urlauber. Und ebenso traditionell macht sich zu dieser Zeit der Tirschenreuther Schwimm- Club auf in Richtung Süden. Bereits zum sechsten Mal war das Ferienzentrum "Pra delle Torri" bei Caorle das Ziel der TSC- Expedition. Allerdings nicht, um sich dort von der Urlaubssonne verwöhnen zu lassen - vielmehr stand ein umfangreiches Trainignsprogramm zur Vorbereitung auf die anstehenden Saisonhöhepunkte an.

Die weitläufige Anlage an der norditalienischen Adriaküste bot den 14 Wettkampfschwimmern in der insgesamt über 30-köpfigen TSC- Reisegruppe unter Leitung des TSC- Vorsitzenden Hubert Brech erneut nahezu optimale Trainignsvoraussetzungen. Lediglich die anhaltend hohen Temperature, die auch das 50m- Olympiabecken kräftig aufheizten, machten den Athleten zu schaffen.

Und das darf auch kaum verwundern, wirft man einen Blick auf das von TSC- Trainer German Helgert und seinen beiden Co- Trainern Simone Nurtsch und Michael Habedank entwickelte Trainignsprogramm: Bevor die Schwimmer nämlich so richtig wach waren, ging es bereits um 7 Uhr morgens für eine Stunde an den Strand: Strandlauf, eine ausgiebige Dehngymnastik sowie lockere Laufspiele aber auch Übungen zur Schulung der Grundgeschwindigkeit standen noch vor dem Frühstück auf dem Plan.

Derweilen bereitete der vereinseigene catering- Service mit Matthias und Sandra Schug, Fabian Härtl und TSC-Koch Holger Haberkorn an der Spitze ein ebenso leckeres wie sportlergerechtes Frühstück vor. Davon gestärkt stand für die Aktiven eine Videoanalyse der individuellen Fehler und Verbesserungsmöglichkeiten an, bevor es gegen 10 Uhr zum ersten Wassertraining ging. Rund zwei Stunden durchpflügten die TSC- Akteure das Wasser im 50m- Becken, begleitet von den Blicken zahlreicher Urlaubsgäste, die interessiert dem Geschehen folgten.

Kein Wunder, das nach dem Mittagsmenue rasch Ruhe in den TSC-Bungalows einkehrte - die Betreuer brauchten ihre Schützlinge erst gar nicht zum Mittagsschlaf auffordern, diese sind mittlerweile so routiniert, dass sie schon selbst wissen, wie notwendig die entsprechende Entspannungsphase ist. Denn bereits um 16 Uhr hieß ging es erneut für zwei Stunden ins Wasser. Über 62 Kilometer legte jeder TSC- Schwimmer in dieser Woche während der 12 Trainignseinheiten im Wasser zurück. Das abschließende lockere Trockentraining diente mehr einer einleitenden Regeneration denn einer neuerlichen Belastung.

Dass bei all den Strapazen auch der Spaß und das Gemeinschaftsleben nicht zu kurz kamen, zeigte sich nicht erst beim gemeinsamen Abschlussabend am Strand, als sich die Aktiven kurz vor Mitternacht bei ihren Trainern bedankten und diese mit vereinten Kräften, dafür aber in voller Montur, einem unfreiweilligen Bad in der Adria unterzogen.