Berichterstatter: German Helgert

Tirschenreuth (rbg). Der Nachwuchs des Tirschenreuther Schwimm- Clubs schwimmt sich frei: Beim Internationalen Einladungsschwimmen in Bremen traten acht im Team des Bayerischen Schwimmverbandes eingesetzte Hoffnungsträger deutlich aus dem Schatten der bisherigen etablierten Kräfte. Mit Stefan Bloßfeldt als Sieger über 100m Brust und Dritter über 200m Lagen stand sogar ein TSC- Athlet auf dem Siegertreppchen ganz oben.

Fünf der ursprünglich 13 vom Bayerischen Schwimmverband nominierten TSC- Akteure, darunter die aktuellen Leistungsträger, mussten wegen anstehender Schulaufgaben auf einen Start an der Weser verzichten. Und so nutzten die Nachwuchstalente die Gunst der Stunde. Allen voran der 14-jährige Stefan Bloßfeldt. Am Freitag Vormittag noch stand für ihn zunächst eine Schulaufgabe auf dem Plan, nachmittags wurde er extra an die Weser nachgefahren. Und der Aufwand lohnte sich: Über die 100m Brust war der Waldsassener im Teams des TSC nicht zu schlagen und verbesserte seine persönliche Bestleistung auf starke 1:17,74 Minuten. Angespornt von diesem Ergebnis konnte er sich auch über die 200m Lagen auf phantastische 2:31,80 steigern und holte hierbei Bronze. Stark auch seine 1:01 über 100m Freistil (4.), 1:13 über 100m Rücken (6.) und 1:15 über 100m Schmettern. In seinem Sog schwamm sich auch Ingo Haberkorn in völlig neue Dimensionen. Der 16- Jährige verbesserte seine 100m Rückenbestzeit um nicht weniger als vier Sekunden auf starke 1:13,12 (9.) und rechtfertigte damit das Vertrauen der Verantwortlichen.

Aber auch die Leistungen der jungen Damen konnten sich sehen lassen. Anne Habedank (Jg. 89)durfte mit 1:11 über 100m Freistil, 1:26 über 100m Rücken und sehr ansehnlichen 1:27 über 100m Brust (10.) vollauf zufrieden sein. Die gleichaltrige Anja Möhwald zeigte sich nach ihrer Halsoperation schon wieder bestens erholt und gefiel über die 100m Brust in 1:30. Im jg. 1991 verbesserte sich Stefanie Mark über 100m Brust auf 1:33 und rechtfertigte ihre Nominierung damit ebenso wie Franziska Rantzsch mit 1:29 über 100m Schmettern.

Immer besser in Fahrt kommt die erst 12-jährige Patrizia Kraus. Mit starken 1:24,14 und Platz 5 über die 100m Rücken machte sie erstmals auch international auf sich aufmerksam. 1:13 und 1:33 bedeuteten zudem über 100m Freistil und Schmettern jeweils Rang neun. Und dass man in der 11-jährigen Katja Bloßfeldt über ein Juwel beim TSC verfügt, weiß man nicht erst seit Bremen: Mit 1:29,40 knackte sie über die 100m Brust als Fünfte erstmals die 90-Sekunden-Marke. Aber auch ihre 1:27 über 100m Lagen, 1:17 (100m Freistil) und 1:40 (100m Schmettern) verdienen Beachtung.

Der Terminplan indes gestattet den TSC- Schwimmern derzeit keine Verschnaufpause. Noch vier Wettkämpfe stehen an den nächsten Wochenenden bis Weihnachten an. Bleibt zu hoffen, dass dabei auch die Formkurve weiter nach oben zeigt.