Berichterstatter: German Helgert

Tirschenreuth/ Weiden (rbg). Die erfolgreichste Mannschaft der diesjährigen Schwimm- Bezirksmeisterschaften der Damen und Herren heißt SG Nordoberpfalz! Im Weidener Realschulhallenbad sicherten sich die Aktiven der Schwimmgemeinschaft von ASV Auerbach und Tirschenreuther SC 13 Gold-, 10 Silber- und 14 Bronzemedaillen und lagen damit im Medaillenspiegel vor der DJK/SB Regensburg (11/9/6) und dem TuS Dachelhofen (4/3/2). Seitens des Tirschenreuther Schwimm- Clubs überragte Felix Keis mit vier Meistertiteln. Zweimal standen TSC- Schwimmerinnen mit den beiden Kraulstaffeln ganz oben auf dem Treppchen, während sich neben den beiden Herrenstaffeln Felix Keis, dessen Schwester Iris, Anna Lindner, Sebastian Seidel und Simone Nurtsch weitere zwölf Medaillen teilten.

Aktive aus den zehn führenden oberpfälzer Schwimmvereinen und Startgemeinschaften absolvierten am Samstag und Sonntag nicht weniger als 1063 Einzel- und 46 Staffelstarts in der Max-Reger-Stadt. Insgesamt kam es dabei zum erwarteten Zweikampf zwischen der Mannschaft von der DJK/SB Regensburg und der SG Nordoberpfalz.
Besonders deutlich wurde dies in den Staffelrennen. Hier konnten sich die Nordoberpfälzer nach beherzten Rennen über die 4x 100 und 4x 200m Freistil mit Andrea Lehner, Anja Regn, Iris Keis und Michele Schwarz bzw. Anna Lindner behaupten, während die Lagenstaffel Bronze holte! Die beiden Freistil- Herrenteams erkämpften sich Silber.

In den Reihen der SG zählte seitens des TSC vor allem Felix Keis zu den herausragenden Akteuren. Mit 1:04 über die 100m Rücken, 0:25,66 und 2:03 über die 50 und 200m Freistil sowie 0:30,02 über die 50m Rücken war er nicht zu schlagen und sorgte so für ein Titel- Quartett. Mit 0:56,22 landete er über die 100m Freistil knapp geschlagen auf Platz zwei, während 0:28,38 und 1:03 über die 50 und 100m Schmettern, 2:26 über die 200m Rücken und 2:25 über die 200m Lagen jeweils Bronze bedeuteten. Eindrucksvoll hat er damit innerhalb des TSC seinen Anspruch auf die absolute Nummer Eins unter Beweis gestellt.

Allerdings blieb ihm auch in Weiden sein Teamgefährte Sebastian Seidel auf den Fersen. Seine guten Freistilzeiten (0:27, 0:59, und 4:39 über 50, 100, und 400m) krönte er mit dem Gewinn der Bronzemedaille über die 200m in 2:10! Dass mit ihm auch nach wie vor auf den Mittelstrecken zu rechnen ist, unterstrich zudem der 21-jährige Thomas Reisnecker. Just an seinem Geburtstag meldete er vor allem durch seine 2:37 über die 200m Schmettern (6.) und die 2:38 über die 200m Rücken (9.) seine Anwartschaft auf einen Platz im Landesligateam an.

Aus dem Nachwuchsbereich des TSC verdiente sich Ingo Haberkorn (Jg. 88) mit einer Fülle persönlicher Bestleistungen höchste Anerkennung. Stefan Bloßfeldt (Jg. 90) kämpft unmittelbar im Anschluss an den Schulskikurs um den Anschluss, während sich der um eine Jahr jüngere Christian Haberkorn für weitere Aufgaben ebenso empfahl wie Harald Strobl (Jg. 88).

Bei den Damen findet Iris Keis vor allem auf den kurzen Kraulstrecken wieder ihre Spur: Starke 0:30,06 bedeuteten im 50m Sprint benso Platz drei wie ihre starken 2:40 über die 200m Lagen. Und über die 100m Freistil fehlten der 16-jährigen Gymnasiastin bei 1:02,91 ganze sieben Hundertstelsekunden zum Titelgewinn! Gäbe es ein Prädikat für Zuverlässigkeit zu vergeben - Sonja Gradl wäre eine der ersten Anwärterinnen. Die mittlerweile 23-jährige Sportstudentin kommt rechtzeitig zur DMS in Form und verpasste über die 200m Schmettern in 2:55 als Vierte nur knapp eine Medaille. Stark auch ihre 3:02 über die 200m Brust sowie die 35,64 Sekunden im Schmetterlings- Sprint.

Als echte Sensation darf man zweifelsohne das Comeback der 19- jährigen Simone Nurtsch bezeichnen. Beim TSC mittlerweile eigentlich für den Perspektivkader als Trainerin verantwortlich, absolviert sie noch die ein oder andere Trainingseinheit im Wettkampfteam. Und siehe da - sie hat das Schwimmen noch längst nicht verlernt. Mit 37,94 Sekunden erkämpfte sich die ehemalige D- Kaderschwimmerin im 50m Brustsprint einen famosen dritten Platz und damit die Bronzemedaille. Bronze gab es über die 200m für eine weitere TSC- Brustspezialistin: Anna Lindner (14) schaffte hier mit 3:01 Minuten den Sprung aufs Siegerpodest.

Auch ihre drei Jahre ältere Schwester Julia zählt nach wie vor zur oberpfälzer Extraklasse: Mit 1:15 und 2:41 belegte sie über die 100 und 200m Rücken die Plätze vier und fünf. Als weitere Rückenspezialistin des TSC sucht Julia Ehstand (14) nach überstandener Grippe noch ihre Form - vor allem die 0:35,73 und Platz 8 im 50m Sprint sollten ihr Auftrieb geben. Diesen Auftrieb hat Svenja Helgert (Jg. 87) nach ihrem sechsten Platz über die kräftezehrenden 200m Schmettern (3:13) ebenso bekommen wie Anne Habedank (Jg. 89) nach den starken 1:28 und 3:09 über die 100 und 200m Brust. Vanessa Manoloudas, Katja Bloßfeldt, Franziska Rantzsch und Patrizia Kraus rechtfertigen durch Einsatzfreude und Kampfgeist als junge Talente zwischen 10 und 13 Jahren ihre Nominierung.