Berichterstatter: German Helgert


Tirschenreuth (rbg). Mit viel Schwung startete der Tirschenreuther Schwimm- Club am Wochenende bei den Bayerischen Langstreckenmeisterschaften in Erlangen in das Jahr 2004. Iris Keis und Anna Lindner warteten über die 400m Lagen mit prächtigen Zeiten auf und 1500m- Krauler Sebastian Seidel schaffte gleich beim ersten Einsatz im neuen Jahr mit 18:57 Minuten einen neuen Vereinsrekord!

Die durchwegs positiven Trainingseindrücke der vergangenen Wochen konnte das TSC- Trio im Team der Schwimmgemeinschaft Nordoberpfalz auch beim Wettkampf umsetzen. 46 Vereine hatten 280 Aktive an den DSV- Stützpunkt in Erlangen entsandt und einmal mehr brauchten sich Tirschenreuths Vertreter trotz des Ausfalls von Stefan Bloßfeldt mit ihren Leistungen nicht verstecken.

Einen interessanten internen Vergleich lieferten sich dabei über die 400m Lagen Iris Keis und Anna Lindner. Die 17- jährige Freistilspezialistin Iris Keis ging die Schmetterlings- Teilstrecke mit sehr starken 1:22 und und konnte auch über die anschließenden 100m Rücken in 1:32 Kontakt zur Führungsgruppe im Juniorenklassement halten. Leichte Probleme hatte sie dann allerdings beim Brustschwimmen, wo sie nach ihrer letztjährigen Verletzung nach wie vor etwas vorsichtig agiert und mit 1.41 noch ein wenig unter ihren Möglichkeiten blieb. Das hohe Eingangstempo machte sich dann auf den abschließenden 100m Kraul bemerkbar, die Iris keis in 1:21 absolvierte. Mit einer Gesamtrennzeit von 5:56 lag sie im Vergleich zum Vorjahr rund drei Sekunden besser und landete schließlich im hochklassig besetzten Juiorinnen- Feld auf dem ausgezeichneten sechsten Platz.

Konditionsstark und ungemein ausgeglichen präsentierte sich die zwei jahre jüngere Anna Lindner in ihrem Rennen. In für sie sehr guten 1:24 schloss sie die 100m Schmetterling ab und hängte die 100m Rücken in nicht minder beachtlichen 1:31 daran. Ihr Gleitvermögen nutzte sie dann über die 100m Brust mit 1:37 und auf den abschließenden 100m Kraul spielte Anna Lindner ihr Kraftausdauervermögen bei 1:17 voll aus, sodass für sie am Ende eine Rennzeit von starken 5:51 stand. Damit landete sie im Jg. 1988 auf dem achten Platz.

Seitens der TSC- Herren hatte sich Sebastian Seidel für seinen 1500m Freistil- Marathon ein besonderes Ziel gesetzt, das im Unterbieten der 19- Minuten- Grenze und damit einer Verbesserung des eigenen Vereinmsrekordes lag. Er hielt sich auf den ersten Bahnen strickt an die Marschvorgaben seines Trainers und ging die ersten vier Einhundertmeter mit 1:08, 1:13, 1:15 und 1:16 an. Somit gelang es ihm wie erhofft den für die Langstrecken unbedingt notwendigen entsprechenden Rhythmus zu finden, den er auf den übrigen 1100 Metern mit konstanten Teilzeiten um die 1:17 und einem langgezogenen und kräftigen Schlussspurt mit 1:12 beibehielt. Nach 18:57,67 Minuten schlug er hochzufrieden auf Platz 13 der Juniorenwertung an und hatte somit die selbst gesteckten Ziele deutlich erfüllt.